Medienmitteilung «FDP-Ortsparteien fordern gemeinsame Prüfung einer vertieften Zusammenarbeit der Gemeindeverwaltungen»

Bütschwil-Ganterschwil/Kirchberg/Mosnang, 31. August 2026

FDP-Ortsparteien fordern gemeinsame Prüfung einer vertieften Zusammenarbeit der Gemeindeverwaltungen

Die FDP-Ortsparteien von Bütschwil-Ganterschwil, Kirchberg und Mosnang haben sich mit einem offenen Brief an die Gemeinderäte der drei Gemeinden gewandt. Sie bitten diese, in der laufenden Legislaturperiode gemeinsam zu prüfen, ob, wie und welche Teile der Gemeindeverwaltungen zusammengeführt werden könnten. 

Ein erheblicher Teil der Verwaltungsaufgaben ist in den Gemeinden praktisch identisch, wird heute aber dreifach und weitgehend unabhängig voneinander erbracht. Wir denken hier an die Ämter, welche vor allem übergeordnetes Recht vollziehen und bei deren Aufgabenerfüllung die Gemeinde wenig bis keinen Spielraum hat. Gleichzeitig steigt der Aufwand für kommunale Aufgaben laufend – vielerorts hat dieser Druck in Fusionsdiskussionen gemündet.

Für die drei Ortsparteien ist klar: Eine Fusion bedeutet immer auch einen Verlust an Selbstbestimmung und sollte deshalb als letztes Mittel gewählt werden. Wer die Eigenständigkeit der Gemeinden erhalten will, muss die Gemeindeverwaltungen entlasten. Als Vorbild dient die erfolgreiche Zusammenlegung des Grundbuch- und Landwirtschaftsamtes im Alttoggenburg.

Zwei Vorteile stehen im Vordergrund: Grössere Abteilungen sind als Arbeitgeberinnen attraktiver, weil sie mehr Flexibilität bei Stellenprozenten und Ferienplanung sowie zuverlässigere Stellvertretungen erlauben, ohne dauerhafte Mehrkosten im Betrieb, wie beispielsweise Springereinsätze bei Ausfällen, was gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein gewichtiges Argument ist. Daneben lassen sich kostspielige Vorhaben wie beispielsweise die Digitalisierung gemeinsam finanzieren.

Bewusst machen die Ortsparteien keine Vorschläge dazu, welche Bereiche zusammengelegt werden sollen – diesen Entscheid überlassen sie den Gemeinderäten. Jede Gemeinde soll unabhängig von ihrer Grösse gleichberechtigt bleiben.

«Wir wollen den Gemeinderäten nichts vorschreiben. Sie wissen am besten, wo eine Zusammenarbeit Sinn macht und vertretbar ist – wir erwarten lediglich, dass sie sich mit den anderen Gemeinderäten an einen Tisch setzen und eine vertiefte Zusammenarbeit ernsthaft prüfen», sagt Remo Sprecher, der das Projekt der drei FDP-Ortsparteien vertritt. Statt Anträge an die Bürgerversammlungen zu stellen, wählten die Ortsparteien bewusst den offenen Brief: Das Anliegen soll von Beginn weg öffentlich diskutiert werden. Über das Ergebnis der Prüfung soll auch die Bevölkerung informiert werden, beispielsweise an der Bürgerversammlung.

Für die drei FDP-Ortsparteien ist indes klar: Könnten in der Verwaltung Synergien genutzt und Doppelspurigkeit abgebaut werden, gewinnen wir alle den 5-er und das Weggli.

Die FDP-Ortsparteien werden an diesem Thema dranbleiben – agieren, anstatt reagieren. Abschliessend weisen die Ortsparteien auch auf die Einfache Anfrage zu diesem Thema hin, die im Kantonsrat unter anderem von Ruben Schuler, Mosnang, eingereicht wurde. 

Kommunikation
Für ein Gespräch oder Rückfragen steht Ihnen Remo Sprecher (079 344 43 26, remo.sprecher@bluewin.ch) gerne zur Verfügung.

Beilage 
Den offenen Brief an die drei Gemeinderäte finden Sie hier