Medienmitteilung «Sanierung der Rickenachse – FDP Toggenburg ist enttäuscht»

Die FDP Toggenburg nimmt die Sanierungspläne der Kantonsregierung für die Rickenachse enttäuscht zur Kenntnis. Obschon der Unfallschwerpunkt bei der östlichen Ortseinfahrt des Dorfs Ricken entschärft werden soll, fehlt weiterhin eine Umfahrung des Dorfs. Auch der Sanierungsvorschlag des Streckenabschnitts Wattwil-Ricken löst keine bisherigen Probleme, sondern schafft vielmehr neue und widerspricht dem geltenden Recht.

Keine Entlastung der Rickner Bevölkerung
Der Entscheid, keine Ortsumfahrung für das Dorf Ricken zu planen, ist nicht nachvollziehbar, weil damit weder die Anliegen der Bevölkerung vor Ort noch der Verkehrsteilnehmer, insbesondere des motorisierten Individualverkehrs (inkl. Lastwagenverkehr), berücksichtigt werden.

Die FDP Toggenburg befürchtet, dass mit den geplanten Massnahmen wie begrünte Mittelinseln und Kreisverkehrsplatz der Individualverkehr ausgebremst, somit die flüssige Durchfahrt durch das Dorf verlängert und es zu Stauwirkungen auf den Einfallsachsen kommen wird. Für Flurin Schmid ist es klar: Die Rickenachse ist die zweite Lebensader des Toggenburgs, diese muss sicher und einen steten Verkehrsfluss gewährleistet sein.

Weiterhin schmale Strasse, dafür gesetzeswidriger Velo- und Fussgängerweg
Die FDP Toggenburg ist enttäuscht, dass die Regierung eine ihrer Kernforderungen nach einem Ausbau des Streckenabschnitts Wattwil-Ricken auf neun Meter Strassenbreite inkl. Bankett nicht ins Sanierungsprojekt aufgenommen hat. Unverständlich ist für die FDP Toggenburg ebenso, warum ein zwei Meter breiter Velo- und Fussgänger erstellt werden soll. Zumal diese Planung offenkundig den Bestimmungen des Veloweggesetzes widerspricht und über die Schönenbergstrasse bereits eine nationale Veloroute geführt wird. Flurin Schmid, Präsident der FDP Toggenburg meint dazu: «Mit diesem Entscheid bleibt der Unfallschwerpunkt Rickenachse aufgrund der weiterhin schmalen Strassenbreite bestehen und mit dem neuen, teilweise steil abfallenden, Velo- und Fussgängerweg wird ein neuer Unfallschwerpunkt geschaffen.» Der Parteipräsident befürchtet konkret Kollisionen mit schwerwiegenden Folgen für Velofahrende und Fussgänger.

Einfache Anfrage eingereicht
Für die FDP Toggenburg gibt es diverse offene Fragen, welche zur Zeit durch die Regierung nicht beantwortet werden. Daher hat unser FDP-Kantonsrat Ruben Schuler eine einfache Anfrage an die Kantonsregierung eingereicht. Für den Toggenburger Freisinn ist es klar: Sanierungsprojekte müssen den Verkehrsfluss gewährleisten und dürfen keine neuen Unfallschwerpunkte schaffen.